Wettbewerbsfähigkeit

Wettbewerbsfähigkeit

Immer mehr Staaten erkennen, dass der Verzicht auf die Kernenergie erhebliche volkswirtschaftliche Risiken birgt. Auch deshalb erlebt die Kernenergie rund um den Globus eine Renaissance; und auch die Verlängerung der Laufzeiten bestehender Anlagen ist international längst an der Tagesordnung. So haben beispielsweise die USA bereits bei der Hälfte der 104 Reaktoren die Laufzeit um 20 auf 60 Jahre verlängert.

In Deutschland steht die Kernenergie seit mehr als 40 Jahren für Wachstum und Beschäftigung. Die Kerntechnik ist heute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Rund 5.000 Menschen sind in deutschen Kernkraftwerken tätig. Weitere Zehntausende Arbeitsplätze bei Zulieferern und Dienstleistern sowie in der kerntechnischen Forschung und Entwicklung sind mittelbar von der Kernenergie abhängig. Deutschlands Kernkraftwerksbetreiber investieren regelmäßig Millionen in Wartung und Instandhaltung ihrer Anlagen.

Energiepreis als Standortfaktor
Als Garant für eine wettbewerbsfähige Stromversorgung leistet Kernenergie einen wichtigen Beitrag für den Industriestandort Deutschland. Indem deutsche Kernkraftwerke preisgünstig fast die Hälfte des Grundlaststroms produzieren, tragen sie maßgeblich dazu bei, dass unser Land als Wirtschaftsstandort attraktiv und in einer zunehmend globalisierten Welt konkurrenzfähig bleibt.

Grundlast-Stromerzeugung Deutschland 2009
Grundlast-Stromerzeugung Deutschland 2009
Kostenvorteile durch Laufzeitverlängerung
Die positiven volkswirtschaftlichen Effekte einer Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke haben die Prognos AG und das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln (EWI) im Mai 2007 in der gemeinsamen Studie im Auftrag der Bundesregierung belegt. Demnach lassen sich durch eine Laufzeitverlängerung bestehender Kernkraftwerke um 20 Jahre die volkswirtschaftlichen Kosten allein für das Jahr 2020 um 1,2 Milliarden Euro senken. Die kumulierten gesamtwirtschaftlichen Kosten liegen deutlich höher.